Anfang März hatte der dritte Jahrgang der GS Borsumer Kaspel einen spannenden Tag mit der Freiwilligen Feuerwehr Harsum. Die Brandschutzerzieher Peter Hiller, Marcel Graen und Jannick Gühne besuchten uns, um den Kindern das richtige Verhalten im Ernstfall beizubringen.
Brandschutz beginnt schon bevor ein Feuer entsteht
Der Vormittag startete mit den wichtigsten Sicherheitsregeln. Die goldene Regel für alle Kinder lautete schnell: „Entzünde nie ein Feuer ohne einen Erwachsenen!“
Außerdem warnten die Experten, dass aus einem gewollten Feuer ganz schnell ein gefährlicher Brand entstehen kann.
Was aber ist zu tun, wenn es brennt? Dann hilft nur noch die Nummer 112 und man muss einen Notruf absetzen. Genau das wurde anschließend anhand vieler kleiner Bildergeschichten auch praktisch geübt. Einige Schülerinnen und Schüler mussten von einem Übungstelefon aus einen Feuerwehrmann im Nachbarraum anrufen und stellten ein echtes Telefonat mit der Rettungsleitstelle nach. Die Kinder merkten schnell, wie aufgeregt man in solch einem Moment ist. In Stresssituation die Ruhe zu bewahren und die wichtigen Informationen durchzugeben, ist gar nicht so einfach.
Gefahrenquellen im Haushalt
Anhand von Bildergeschichten wurden die Schülerinnen und Schüler zu kleinen Detektiven. Sie ermittelten Brandgefahren im Alltag: das defekte Ladekabel, das vergessene Geschirrtuch auf der heißen Herdplatte, Überlastung von Mehrfachsteckdosen oder Tücher zum Abdunkeln von Lampen. Schnell wurde den Drittklässlern klar, dass im Haushalt viele Gefahren lauern.
Lebensbedrohlicher Rauch
Besonders beeindruckt zeigten sich die Jungs und Mädchen von der Gefahr durch Rauch: Die Information, dass man im Brandrauch nur etwa zwei bis drei Atemzüge machen kann, bevor man ohnmächtig wird, sorgte für staunende Gesichter. Wie wenig man in einem verrauchten Raum sieht, erfuhren die Kinder durch eine spezielle Simulationsatemmaske selbst: Das Ergebnis war Nichts.
Im Nullkommanichts einsatzbereit
Nach dem Theorieteil im Klassenraum ging es zu Besuch ins Feuerwehrhaus in Borsum. Dort wurde den Schülerinnen und Schülern die Ausrüstung eines Feuerwehrmannes vorgestellt und ein Kind durfte sie sogar anprobieren. Die Kinder waren verblüfft, als sie erfuhren, dass ein Feuerwehrmann im Ernstfall in nur 30 bis 45 Sekunden einsatzbereit sein muss – inklusive Hose, Stiefeln, Jacke, Helm und Handschuhen!
Es brennt im Puppenhaus!
Ein weiteres Highlight war das Rauchdemohaus mit dessen Hilfe verschiedene Brände simuliert wurden. Das Haus sah auf den ersten Blick wie ein kleines Puppenhaus aus, war aber mit echtem Rauch und Feuermeldern ausgestattet. Die Jungs und Mädchen mussten erneut einen Notruf (Übungstelefon) absetzen und die 112 wählen.
Leuchtende Augen am Feuerwehrauto
Danach ging es ins Freie und der rot blitzende Einsatzwagen stand auf dem Parkplatz der Feuerwehr und sorgte für leuchtende Augen bei den Kindern. Das Einsatzfahrzeug wurde von den Kindern von innen und außen genau unter die Lupe genommen.
Zum Abschluss wurde das Fragenquiz „Hop oder Top“ gespielt und die Kinder konnten ihr neuerworbenes Wissen in einer Abschlussrunde testen.
Bevor es nach Hause ging, bekamen alle Schülerinnen und Schüler eine Urkunde, einen Kinderfinder-Aufkleber für ihre Zimmertür und ein kostenloses Lernheft für die Weiterarbeit in der Schule.
Eine letzte, lebenswichtige Regel gaben die Brandschutzerzieher den Kindern noch mit auf den Weg: „Verstecke dich niemals vor der Feuerwehr!“
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Hiller, Herrn Graen und Herrn Gühne von der Freiwilligen Feuerwehr Harsum für diesen lehrreichen und aufregenden Tag!
(Dritter Jahrgang GS Borsumer Kaspel, M. Cichos)












